Das Bundesarchiv ist eine obere Bundesbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstellt. Die Einrichtung hat den gesetzlichen Auftrag das Archivgut des Bundes auf Dauer zu sichern und nutzbar zu machen.
Das Bundesarchiv unterteilt sich in sieben Abteilungen. Hierzu sind die Abteilung Z, die Abteilung G, die Abteilung B, die Abteilung R, die Abteilung DDR, die Abteilung MA sowie die Abteilung FA zu zählen.
Zu den Unterlagen zählen etwa Akten, Filme, Schriftstücke, Karten, Bilder, Plakate, Tonaufzeichnungen und maschinenlesbare Daten. Dieses Archivgut ist bei den zentralen Stellen des Heiligen Römischen Reiches von 1495 bis 1806, des Deutschen Bundes von 1815 bis 1866, des Deutschen Reiches von 1867/71 bis 1945, der Besatzungszonen von 1945 bis 1949, der Deutschen Demokratischen Republik von 1949 bis 1990 und der Bundesrepublik Deutschland entstanden.
Darüber hinaus sammelt das Bundesarchiv schriftliche Nachlässe von bedeutenden Personen, Unterlagen von Parteien, Verbänden und Vereinen mit überregionaler Bedeutung sowie publizistische Quellen.
Das Bundesarchiv ist an insgesamt acht Dienstorten vertreten. Dazu zählt etwa das Lastenausgleichsarchiv des Bundesarchivs in der bayerischen Stadt Bayreuth. Es wurde im Gebäude des ehemaligen Krankenhauses von 1995 bis 1999 eingerichtet. In
Berlin Lichterfelde befindet sich ein weiterer Standort. Er ist in den früheren Andrews Barracks in unmittelbarer Nähe zur Freien Universität entstanden. Seit dem Jahr 1990 ist hier das Filmarchiv beheimatet.
Das Militärarchiv ist in der baden-württembergischen Stadt Freiburg im Breisgau beherbergt. Im brandenburgischen Hoppegarten, unweit von
Berlin, befindet sich ein Zwischenarchiv für die in
Berlin eingerichteten Bundesbehörden. In der baden-württembergischen Stadt Ludwigsburg ist ein weiterer Standort ansässig. Hier die im Jahr 1958 eingerichtete Zentrale Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen als gemeinschaftliche Einrichtung der Landesjustizverwaltungen ansässig.
In Rastatt, ebenfalls in Baden-Württemberg gelegen, wurde 1974 im Barockschloss die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte eingerichtet. Im nordrhein-westfälischen Sankt Augustin-Hangelar befindet sich seit 1971 ein Zwischenarchiv für die Aufnahme ministeriellen Schriftguts der obersten Bundesbehörden in Bonn. Die Zentrale des Bundesarchivs befindet sich in der rheinland-pfälzischen Stadt Koblenz.
Die Einrichtung wurde im Jahr 1952 als Obere Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern ins Leben gerufen. Sie wurde im Gebäude des ehemaligen preußischen Regierungspräsidenten errichtet. Zwei Jahre später kam es zur Eingliederung der ehemaligen Außenstelle des Reichsarchivs in Frankfurt am Main.
1955 übernahm das Bundesarchiv das nordrhein-westfälische Personenstandsarchiv für Personalunterlagen militärischer Provenienz als Zentralnachweisstelle in Aachen. Zudem richtete das Bundesarchiv die Abteilung Militärarchiv im Bundesarchiv ein. 1968 kam es zur Verlegung des Militärarchivs nach Freiburg. Dort übernahm es die Bestände der Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes.
Im Jahr 1990 folgte direkt nach der Deutschen Wiedervereinigung die Eingliederung der zentralen Archive der DDR in das Bundesarchiv. Dazu zählen das Zentrale Staatsarchiv und Militärarchiv in Potsdam sowie das Staatliche Filmarchiv in Berlin. 1997 wurde in Hoppegarten das Zwischenarchiv für die obersten Bundesbehörden im Berliner Raum eingerichtet.
(tl)
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Bundesarchiv (BArch) ist ein Unternehmen der Branche Bundesämter & Bundesanstalten.
Der Firmensitz befindet sich in Koblenz.