Das Deutsche Elektronen-Synchrotron Desy in
Hamburg ist eines der weltweit führenden Beschleunigerzentren für die Forschung an Teilchenbeschleunigern zur Erforschung der Struktur der Materie und gehört zur Helmholtz-Gemeinschaft.
Die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung ist in die folgenden Schwerpunkte unterteilt:
- Beschleuniger
- Teilchenphysik und
- Forschung mit Photonen
Bei Desy werden große Beschleunigeranlagen entwickelt und gebaut, um Teilchen auf höchste Energien zu bringen. An diesen Anlagen forschen Wissenschaftler aus aller Welt. Physiker, Chemiker, Geologen, Biologen, Mediziner und Materialforscher nutzen das besondere Licht aus dem Beschleuniger einerseits zur Forschung mit Photonen, um Strukturen und Prozesse im Mikrokosmos sichtbar zu machen. Andererseits erforschen Teilchenphysiker die fundamentalen Bausteine und Kräfte, die im Universum wirken.
Nicht nur die die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung wird bei Desy gefördert. Zugleich wird auch die Mitarbeit an internationalen Großprojekten vorangetrieben. Dies waren in jüngerer Zeit vorrangig die Entwicklungen des europäischen Röntgenlasers XFEL in
Hamburg, des europäischen Protonenbeschleuniger LHC in Genf, des internationalen Neutrinoteleskop IceCube am Südpol und des Internationalen Linearcollider ILC.
Neben dem Standort in
Hamburg wird seit 1992 auch im brandenburgischen Zeuthen geforscht. Früher befand sich dort das von der ehemaligen DDR betriebene Institut für Hochenergiephysik. Heute betreibt DESY dort den Photoinjektor-Teststand PITZ, an dem spezielle Elektronenquellen entwickelt und optimiert werden, die für eine neue Generation von Freie-Elektronen-Lasern benötigt werden.
Insgesamt beschäftigt DESY etwa 1.900 Mitarbeiter, davon circa 200 in Zeuthen. Daneben kommen jährlich rund 3.000 Gastforscher aus 45 Nationen, um die speziellen Forschungseinrichtungen zu nutzen.
Das DESY ist eines von deutschlandweit fünfzehn Helmholtz-Forschungszentren. Es ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts und wird demzufolge aus öffentlichen Mitteln finanziert. Gesellschafter sind zu neunzig Prozent die Bundesrepublik Deutschland über das Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu zehn Prozent das Land
Hamburg beziehungsweise das Land Brandenburg. Der Etat beträgt 183 Millionen Euro im Jahr 2007, wovon 166 Millionen in den Hamburger Standort und 17 Millionen nach Zeuthen flossen.
Das Institut wurde im Dezember 1959 in
Hamburg gegründet. Kurz darauf wurde mit dem Bau des ersten Teilchenbeschleunigers, dem Deutschen Elektronen-Synchrotron, begonnen, das dem Forschungszentrum gleichzeitig seinen Namen gab. Im Januar 1964 wurden dort erstmals Elektronen beschleunigt und die Forschungsarbeit an Elementarteilchen wurde aufgenommen.
Sämtliche in der Folge neu installierten Beschleuniger entstanden jeweils, um höhere Teilchenenergien zu erzeugen. Die älteren Beschleuniger wurden im Zuge der Erneuerungen zu Vorbeschleunigern und zu dedizierten Strahlungsquellen für Synchrotronstrahlung umgebaut. Aktuell wird der Freie-Elektronen-Laser in
Hamburg, kurz FLASH, genutzt.
Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts.
DESY ist Mitglied der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF).
(sc)
%MA_WESENTLICH% Mitbewerber von Deutsches Elektronen-Synchrotron Desy
aus Hamburg %MA_IST_SIND% .
Deutsches Elektronen-Synchrotron Desy ist ein Unternehmen der Branche Forschungszentren.
Der Firmensitz befindet sich in Hamburg.