No-Name-Hersteller enttarnen
Hinter vielen Eigenmarken der großen Handelsunternehmen verstecken sich namhafte Markenhersteller. Markendetektiv Stefan Duphorn verrät hier seine Tricks um die Hersteller von No-Name-Produkten zu enttarnen:Tipp 1 - Tierische Nummen
Relativ leicht ist es bei tierischen Produkten. Über die sog. Veterinärnummer lässt sich die Herkunft von Fleisch, Geflügel und Fisch sowie Milch ermitteln. Auch Eier müssen einen eindeutigen Herkunftsnachweis haben:
Tipp 2 - Gleiche Adresse
Etwas schwieriger wird es bei anderen Produkten. Aber auch hier gibt es Anhaltspunkte wie gleicher Ort oder Hinweise auf Tochterfirmen. Oft hilft auch schon eine einfache Suche bei Google. Einfach mal bei Google den Namen des Herstellers angeben.
Tipp 3 - Für Fortgeschrittene
Manchmal hilft auch ein Blick ins Handelsregister oder den Bundesanzeiger. Firmen, die auf der Verpackung nur ein Postfach angegeben haben müssen im Handelsregister mit voller Adresse stehen. Interessant ist vor allem das Markenregister. Sofern es sich nicht um eine Eigenmarke des Händlers handelt nutzen die Hersteller für die No-Name-Produkte oftmals auch eine unbekannte Zweit- oder Drittmarke.
Einfach ist es übrigens bei Aldi Nord. Dort steht auf jedem Produkt der Hersteller. Im Gegensatz zu den Produkten von Lidl und teilweise auch Penny. Da lässt sich der Hersteller oftmals gar nicht ermitteln. Bericht der Stuttgarter Nachrichten über unsere Tipps.
Beispiel für ein enttarntes Produkt
Der Spinat rechts im Bild kommt von Lidl. Hersteller ist die FFT Food Trading in Hamburg. Im Handelsregister steht als Adresse: Osterbekstraße 90c in 22083 Hamburg und genau da hat auch Iglo seinen Sitz. Das läß sich dann über den Bundesanzeiger verifizieren: Die FFT Frozen Food Trading GmbH wird in dem Abschluss der iglo GmbH, Hamburg einbezogen. Damit steht fest: FFT Food Trading ist eine Tochter von Iglo.