In der Raffinerie Heide in Schleswig-Holstein wird Rohöl zu verschiedenen Fertigprodukten verarbeitet.
Jährlich kommen etwa 4,5 Millionen Tonnen Rohöl in der Raffinerie, die trotz ihres Namens nicht in Heide, sondern im unweit davon gelegenen Örtchen Hemmingstedt steht, an. Daraus werden dann Kraftstoffe, Heiz- und Schweröl sowie Stoffe für die Düngemittelherstellung und die Petrochemie.
Im Einzelnen entstehen pro Jahr rund 1,7 Millionen Tonnen Diesel, Heizöl und Flugturbinenkraftstoff, 800.000 Tonnen schweres Heizöl, 600.000 Tonnen Benzin und 500.000 Tonnen petrochemische Vorprodukte. Auf weitere Produkte entfallen noch einmal etwa 550.00 Tonnen. Dazu kommen 350.000 Tonnen, die für den Eigenbedarf genutzt werden.
Das Rohöl stammt zu Rund circa vierzig Prozent aus den im nahen Watt gelegenen Ölfeldern Mittelplate und Dieksand. Die übrigen sechzig Prozent werden über Pipelines aus dem gut dreißig Kilometer entfernten Brunsbüttel zur Raffinerie gepumpt. Daneben nehmen weitere Rohstoffe zur Verarbeitung den gleichen Weg, während Fertigprodukte zur Lagerung und Verschiffung umgekehrt befördert werden.
Die Lagerkapazität in Brunsbüttel beträgt 550.000 Kubikmeter. Außerdem sind dort, direkt am Nord-Ostsee-Kanal und an der Elbe gelegen vier Anlegestellen für Tankschiffe. Etwa die Hälfte der Raffinerie-Produkte wird auf diesem Weg verschifft. Die andere Hälfte geht über Tankwagen und Eisenbahnkesselwagen zu den Kunden.
Erste Verarbeitungsanlagen für Öl gibt es in Hemmingstedt seit 1940. Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in der Heider Region Öl gefördert. Nach Kriegszerstörung, diversen Neu- und Umbauten und verschiedenen Besitzern gelangte die Raffinerie Heide zur Dea, die alle ihre Raffinerien in ein Joint Venture mit der Shell einfließen ließ, das der Energieriese 2002 komplett übernahm. 2010 verkaufte Shell die Raffinerie Heide an die britische Investmentgesellschaft Klesch.
(sc)
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Raffinerie Heide ist ein Unternehmen der Branche Chemieunternehmen.
Der Firmensitz befindet sich in Hemmingstedt.