Ikea ist ein schwedisches Möbelhaus und die Nummer eins in Deutschland bei Möbeln.
Ikea verkauft neben Möbeln auch Accessoires zur Innenausstattung und ist in der Systemgastronomie erfolgreich. Der Firmenname Ikea setzt sich aus den Anfangsbuchstaben des Firmengründers Ingvar Kamprad zusammen sowie aus dem Namen seines elterlichen Bauernhofs Elmtaryd und dem Namen seiner Pfarrgemeinde Agunnaryd.
Mehr als 12.000 Artikel finden sich im Sortiment von Ikea, darunter vor allem Gegenstände zur Wohnungseinrichtung auf Holzbasis und Artikel für den Haushalt. Ikea betreibt weltweit 308 Einrichtungshäuser in 42 Ländern. Etwa 80 Prozent des Umsatzes wird in Europa gemacht. Deutschland ist mit 45 Standorten und 16 Prozent Absatzanteil der größte Markt, danach folgen die USA, Frankreich und Großbritannien.
Systemgastronomie
Ikea ist auch ein bedeutender Anbieter der Systemgastronomie. In jedem Ikea-Haus gibt es ein Restaurant mit günstigen Speisen. Vor allem das Geschäft mit Frühstück boomt, mit einem Preis von 1,50 Euro lockt Ikea jeden Tag hunderttausende Besucher in die Einrichtungshäuser. Darüber hinaus gibt es am Ausgang noch ein günstiges Angebot mit Getränken und Würstchen.
Shopping-Center
Mittlerweile betreibt Ikea auch fünf eigene Fachmarkt-Zentren in Hamburg-Moorfleet, Hofheim-Wallau, Mannheim, Saarlouis-Lisdorf und Ulm. Hauptanziehungspunkt sind natürlich die Ikea-Märkte. Darum herum gruppieren sich weitere Märkte, die das Angebot von Ikea ergänzen wie beispielsweise Baumärkte, Elektronikmärkte, Sportmärkte und Polstermöbelgeschäfte.
Logistik
Seit 1997 betreibt Ikea im Großverteilerzentrum nahe Erfurt auf rund 350.000 Quadratmetern sein weltgrößtes Logistikcenter. Rund 1.300 Hersteller aus der ganzen Welt beliefern den Möbelkonzern. Die fünf größten Lieferantenländer sind China, Polen, Italien, Schweden und Deutschland. Ikea verfügt über 28 Distributionszentren und elf Kundendistributionszentren in 16 Ländern.
Erfolgreich ist das Möbelhaus mit seinem Angebot auch, da es auf dem Prinzip des Minimalismus aufbaut. Die Möbel sind auf das Wesentliche reduziert, einfach konstruiert, und verzichten im Design auf aufwändige Gestaltungskomponenten. Zum Selbstaufbau, der den Kunden nahegelegt wird, gehört nicht viel Vorwissen und Geschick.
Die Verkaufshäuser von Ikea sind alle gleich eingerichtet. Sie verfügen über zwei Stockwerke, wobei das obere eine Möbelausstellung bietet, in der sich die Kunden beraten lassen können und in der sich die Zusammenstellung verschiedener Möbelkomponenten ausprobieren lässt. Im unteren Stockwerk befindet sich ein großflächiger Mitnahmebereich für Wohnaccessoires und kleinere Einrichtungsgegenstände sowie ein Möbellager mit Hochregalen zur direkten Mitnahme der oben ausgesuchten Möbel.
Der Ikea-Konzern hat ungefähr 123.000 Mitarbeiter und gehört einer Stiftung namens Ingka Foundation mit Sitz in den Niederlanden. Die Muttergesellschaft der Unternehmen, die zu Ikea gehören heißt Ingka Holding. Tochterunternehmen sind unter anderem Ikea Food Service, die Ikea Centre Group und die Firma Inter Ikea Systems B. V., die Inhaberin der Markenrechte und des Ikea-Konzepts ist sowie Franchisegeberin für alle Ikea-Einrichtungshäuser.
In Schweden, in Almhult in Smaland, befinden sich die Produktentwicklung Ios (Ikea of Sweden) und die Ikea-Katalogproduktion Icom, die das größte Fotostudio Europas betreibt. In Schweden in Malmö ist zudem die BoKlok AB ansässig, die die Lizenzrechte für Ikea-Fertighäuser vergibt. Zu Ikea gehört auch die Swedwood Produktionsgruppe, die die Möbel in 36 Fabriken in neun Ländern, vor allem in Osteuropa, herstellt. Die schwedische Ikea-Zentrale liegt in der Nähe von Helsingborg.
Im Jahr 1958 wurde im schwedischen Älmhult das erste Ikea-Möbelhaus eröffnet. Ingvar Kamprad hatte das Unternehmen 15 Jahre zuvor als 17-jähriger gegründet. Der Erfolg verdankte sich dem Konzept, Möbel in Einzelteilen zu verpacken und sie zusammen mit einer Bauanleitung zu verschicken. Erste Kunden waren Bauern in Schweden und Kamprad profitierte vom sozialen Wohnungsbau.
Kamprad, der als geizig gilt, als Jugendlicher einer rechtsradikalen Organisation angehörte, heute in der
Schweiz lebt und als Multimilliardär einer der reichsten Männer der Welt ist, verkaufte schon in seiner Kindheit Streichhölzer an seine Nachbarn. Der gelernte Tischler und Nachfahre deutscher Einwanderer importierte zu Beginn seiner Versandhandelstätigkeit billige Ware aus Polen und setzte auf Bausätze und möglichst billige Möbel. Die Ikea-Verkaufshäuser waren an den Stadträndern angesiedelt, um Miete zu sparen. Der Erfolg gab Kamprad recht und die Ikea-Geschichte ist heute Legende.
Ein neues Konzept verfolgt der schwedische Möbelriese derzeit in
Hamburg, wo der Verkauf in die Innenstadt verlagert werden soll. Bundesweit entsteht hier die erste Ikea-Filiale in einer Fußgängerzone im Stadtteil Altona. Die geplante Ansiedlung sorgte für Aufsehen, da es bei der Bewilligung der Ikea-Pläne im Januar 2010 zu einer Bürgerabstimmung gekommen war, an der sich mehr Wahlberechtigte beteiligten als bei den letzten Europawahlen. Nach einer Zustimmung von 77 Prozent der Wähler steht dem ersten Pilotprojekt für ein City-Möbelhaus in einer deutschen Fußgängerzone nichts mehr im Wege. In England gibt es bereits erfolgreiche City-Ikeas.
(sd)
Wesentliche Mitbewerber von Ikea
Möbelhäuser aus Hofheim am Taunus sind Roller, Poco, SB-Möbel Boss und Mömax Deutschland.
Ikea ist ein Unternehmen der Branche Möbelhäuser.
Der Firmensitz befindet sich in Hofheim am Taunus.