Es gibt sie: Firmen, die neue Geschäftsideen erfolgreich mit 'typisch deutschen' Qualitäten wie Ingenieurwissen verbinden - ACTech im sächsischen Freiberg ist eine davon. 1995 gegründet, beschäftigt das Unternehmen inzwischen über 300 Mitarbeiter und bietet eine hochwertige technische Dienstleistung: die schnelle Entwicklung und Fertigung von Gussteil-Prototypen. Hauptabnehmer ist die Fahrzeugindustrie, die in Freiberg Komponenten vom Zylinderkopf für 16 Ventile über Turbolader bis zur Ölwanne bestellt. Gefertigt wird fast auf Zuruf - in der Regel gehen erste Prototypen nach zwei Wochen beim Kunden in den Testbetrieb.
Hinter Schnelligkeit und Präzision stehen eine hochqualifizierte Belegschaft - 40 Prozent der Mitarbeiter sind Ingenieure - und nahtlose, zum Teil selbst entwickelte Prozesstechnik. Sie nimmt vom Kunden gelieferte CAD-Daten auf und führt über den Formenbau in die Fertigung, dann folgen Nachbearbeitung und Vermessung. Ergebnis sind montagefertige Bauteile: prüfstandfertig und aus Materialien, die im Endprodukt verwendet werden. Diese Zusammenarbeit führt zu einer enormen Beschleunigung des Entwicklungstempos - für den Kunden ein Vorsprung, der bei steigender Modellvielfalt und kürzeren Produktzyklen entscheidend im Wettbewerb sein kann.
'Rapid Prototyping' ist ein Nischenmarkt mit viel Potenzial: ACTech will zum Beispiel durch Fertigung von Kleinserien die Wertschöpfungskette verlängern, neue Branchen und weitere geografische Märkte erreichen. Zur Unterstützung des Wachstums führte Halder 2007 einen MBO durch, der die Finanzierungsstrukturen der Start-Up-Jahre auf Expansion ausrichtete, und übernahm die Kapitalmehrheit. Dabei stieg die Beteiligung des Management auf 20 Prozent und die einbezogene Personengruppe wurde größer. Halder gehört übrigens wiederum dem größten belgischen Finanzinvestor GIMV.
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Actech ist ein Unternehmen der Branche Werkzeugbauer.
Der Firmensitz befindet sich in Freiberg.